» Details

Bonstettiana

Bonstetten, Karl Viktor von

Bonstettiana

Historisch-kritische Ausgabe der Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises 1753-1832
mit Einleitung und Kommentar herausgegeben von Doris und Peter Walser-Wilhelm
Band I: 1753-1773

Series: Bonstettiana. Die Briefkorrespondenzen Karl Viktor von Bonstettens und seines Kreises - Volume 1

Year of Publication: 1996

Bern, Berlin, Frankfurt/M., New York, Paris, Wien, 1996. LXXXI, 988 S., 39 Abb., mit Personenregister
ISBN 978-3-906756-76-9 geb.  (Hardcover)

Weight: 2.850 kg, 6.283 lbs

available Hardcover
 
  • Hardcover:
  • SFR 147.00
  • €* 131.10
  • €** 134.80
  • € 122.50
  • £ 98.00
  • US$ 159.95
  • Hardcover

» Currency of invoice * includes VAT – valid for Germany and EU customers without VAT Reg No
** includes VAT - only valid for Austria

Discipline

Book synopsis

Die Gesamtausgabe «Bonstettiana» wurde mit der Ehrengabe der Martin Bodmer Stiftung für einen Gottfried Keller-Preis ausgezeichnet
Karl Viktor von Bonstetten (1745-1832), Sproß aus einer der sechs innersten Berner Patrizierfamilien, ist Goethe durch seine Lebensdaten wie durch die Universalität seines Geistes und sein weltweites Beziehungsnetz ähnlich. Sainte-Beuve hat ihn als esprit cosmopolite, européen porträtiert. Seiner Mehrsprachigkeit, seiner Kultur der Konversation, dem weiten Horizont seines Intellekts sowie seiner geistigen und politischen Liberalität ist es zuzuschreiben, daß Bonstetten in höherem Alter in Genf von Menschen aus aller Welt und allen Ständen aufgesucht wurde und daß seine Briefkorrespondenz ins Unermeßliche wuchs. Dadurch und dank einer günstigen Quellenlage wird er zu einer wichtigen Leitfigur für die Erforschung der europäischen Übergangszeit zwischen Aufklärung und Romantik.
Die historisch-kritische Edition der BONSTETTIANA erschließt zum erstenmal die ganze Breite von Bonstettens Briefkorrespondenzen sowie den Briefwechsel zwischen seinen wichtigsten Briefpartnern (u.a. Johannes von Müller, Friedrich von Matthisson, Friederike Brun, Verleger Johann Heinrich Füssli, Heinrich Zschokke, Philipp Albert Stapfer, Charles Bonnet, Germaine de Staël). Das Korrespondentennetz erstreckt sich über den ganzen Kontinent. Die auf vierzehn Bände angelegte Edition zählt rund 5200 Briefe, die aus zahlreichen Archiven in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz zusammengetragen wurden und bisher größtenteils unveröffentlicht waren. Die Edition ist chronologisch angelegt, übersichtlich gegliedert und gründlich kommentiert. Von besonderem Interesse ist die deutsch-französische Zweisprachigkeit Bonstettens und seiner wichtigsten Briefpartner. Die Transkription der Texte integriert auch deren Entstehung und ist dennoch gut lesbar.
Born in Berne, Switzerland, in 1745, Charles Victor de Bonstetten was an outstanding and charismatic figure during the period of transition in Europe, as the Enlightenment gave way to Romanticism. This historical edition of the BONSTETTIANA offers the first comprehensive collection of known letters written and received by Bonstetten as well as those exchanged among his foremost correspondents. Altogether, more than 500 such relationships are covered, spanning Switzerland, England, Scandinavia, France, Italy, Germany, eastern Europe and Greece. This complex web of correspondence offers a fascinating insight into the course of European history between 1753 and 1832, the year of Bonstetten's death in Geneva. The entire collection of some 5 200 documents - most of them written in French or German - is arranged in chronological order and presented clearly and systematically with extensive commentaries. The authoritative, easy-to-read transcription and the inclusion of a number of facsimiles enable the reader to form a clear and vivid impression of the original manuscripts.

Contents

Aus dem Inhalt: Teilband I/1: 1753-1766
Bonstettens Persönlichkeit - Studienjahre in Genf
Einleitung der Herausgeber:
Anhang A-G: Übersicht der Briefbeziehungen und ergänzenden Dokumente - Transkriptionszeichen - Formular der Dokumente - Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen - Identifizierung der Dokumente durch das Kalenderdatum - Lebensdaten Karl Viktor von Bonstettens - Stammtafeln.
Fragmente einer Autobiographie:
Erinnerungen aus Bonstetten's Jugendleben - Sechs Briefe an die comtesse de Caffarelli - Études de l'homme, Introduction - Histoire de ma vie pensante - Vom Gedächtnis der moralischen Gefühle - Vorrede zu den Briefen an Müller aus Italien - Souvenirs de Charles Victor de Bonstetten - Liste besuchter Städte und Länder sowie von Persönlichkeiten, mit denen Bonstetten Bekanntschaft machte.
Ansatzpunkte einer Würdigungsgeschichte:
Jean-Philibert Damiron, M. de Bonstetten - Philipp Albert Stapfer an Karl David von Bonstetten am 15. Februar 1832 - Philipp Albert Stapfer, Notes sur les écrits de M' de Bonstetten - Henri Boissier, Charles Victor de Bonstetten - Albertine-Andrienne Necker, née de Saussure, an Henri Boissier 10. Oktober 1834 - Bernhard von Beskow, Charles Victor de Bonstetten.
Kapitel I:
«Je chéris ce fils» (1753-1763) - Vorbemerkung. Der Vater: Karl Emanuel von Bonstetten - Zeittafel 1694-1763 - Übersicht der Briefbeziehungen - Das Briefdossier Karl Viktor von Bonstetten - Eltern Bonstetten - Briefe, 8. November 1753 - 6. Mai 1763.
Kapitel II:
Genf, «La petite vérole de l'esprit» (1763-1766) - Das Briefdossier Bonnet - Bonstetten - Müller - Briefe 19. Mai 1763 - Juni 1764 - Jakob Heinrich Meister, Genfer Tagebuch August - September 1764 - Briefe 5. November 1764 - 29. Oktober 1766.
Teilband I/2: 1766-1773
Studienjahre im Ausland - Rückkehr nach Bern
Kapitel III:
«Mit vollen Segeln auf die Klippe, Bern genannt» (1766-1768) - Briefe 12. November 1766 - 28. Dezember 1767.
Kapitel IV:
Holland - «Vous vous êtes entièrement perdu à Leyde» (1768-1769) - Briefe 4. März 1768 - 27. Juli 1769.
Kapitel V:
England - «Mes poumons s'étaient élargis» (1769-1770) - Briefe 11. August 1769 - 20. März 1770 - øBonstetten! Auszug aus dem Reise=Journal eines Schweitzers, von den Jahren 1768 bis 70. - øBonstetten! Zwölf persönliche brittische Anekdoten. Aus dem Munde des verstorbenen Dichters Gray, von einem Schweitzer in England gesammelt, im Jahre 1770.
Kapitel VI:
Paris, - «La distance immense du génie anglais à celui des Français» (1770) - Briefe 4. April 1770 - 1. Oktober 1770 - øBonstetten! Auszug aus dem Reise=Journal eines Schweitzers, von den Jahren 1768 bis 70. - Zur Überlieferung der Briefe von Thomas Gray und Norton Nicholls an Bonstetten.
Kapitel VII:
Berne - «La morgue de l'aristocratie» - Briefe 16. November 1770 - 19. Januar 1773 - Bonstetten und Jean-Pierre Bérenger - Bonstetten und Jakob Samuel Wyttenbach im Berner Oberland und im Wallis - Inventar der Liegenschaften Bonstettens in Valeyres-sous-Rances.
Kapitel VIII:
«Quel exemple mon père ne me laisse-t-il pas?» - 28. Januar 1773: Tod des Vaters - Briefe 5. Februar 1773 - 20. April 1773.
Verzeichnis der Abbildungen
Personenregister

Reviews

«Mit dieser Edition wird ein riesiges Feld bisher weitgehend unbekannter Dokumente erstmals erschlossen und für die Öffentlichkeit kenntnisreich aufbereitet. – Die Bände sind mit Kartenmaterial und z.T. farbigen Illustrationen reich ausgestattet und gereichen dem Verlag zur Ehre.» (Armin Westerhoff, Germanistik)
«Mit dieser großen, historisch-kritischen Ausgabe der Bonstettiana kommt nicht nur ein Monument auf uns zu, sondern eine intelligent angelegte, umfassende Darstellung und Dokumentation des Denkers, Politikers und Schriftstellers Karl Viktor von Bonstetten (1745-1832), der als junger Mann gleichermaßen im Berner wie im Genfer aufgeklärten Milieu zu Hause war, der französisch und deutsch denkend und schreibend eine bisher unterschätzte Schlüsselgestalt der Aufklärungsgesellschaft in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts war und die Brücke zur romantischen Bewegung schlug.» (Jens Häseler, Das Achtzehnte Jahrhundert)
«Die Herausgeber haben dieses immense Briefwerk nicht nur durch einen...vorbildlichen, textkritischen Apparat, sondern vor allem auch durch einen historischen Kommentar erschlossen, der das Verständnis all denen leicht macht, die sich mit Spannung und Ausdauer der Lektüre widmen. Was immer geeignet ist, die Aufmerksamkeit zu schärfen - Zeit- und Stammtafeln, Bebilderung, graphische Perfektion -, hier wird es angeboten. Man kann es nicht besser, nicht schöner machen.» (Hanno Helbling, Neue Zürcher Zeitung)
«...Bonstetten øverfolgte! das Ziel, Eigentum und Wirtschaftskenntnisse zur Grundlage der Nationalbildung zu machen. Gut oder schlecht ist die Verfassung immer nur in dem Mass, 'so wie ihre grossen Verhältnisse den Nutzen eines jeden einzelnen Menschen mit dem allgemeinen Wohl in Verbindung zu bringen wissen'.
Das könnte wohl heute immer noch ein Programm sein. Aber wer weiss, ob dem Vergessen der Vergangenheit nicht die heimliche Absicht zugrundeliegt, die grossen Ideen und Ideale, mit denen die Schweiz angetreten ist und die heute als lästig empfunden werden, zu liquidieren.
Sich aus der Briefkorrespondenz Bonstettens und seines Kreises ein breites Bild der Schweiz vor und nach 1799 zu machen, das war die erklärte Absicht von Doris und Peter Walser-Wilhelm.» (Aurel Schmidt, Basler Zeitung)
«Bonstetten darf als Genie der Freundschaft und Geselligkeit, als wahrhafter Vertreter des aufgeklärten Europa des 18. Jahrhunderts gelten, Kultur war ihm eine Notwendigkeit, Neugierde eine Tugend, Steifheit und trockenes Bücherwissen dagegen ein Greuel...øDie Ausgabe! vermittelt ein interessantes Spektrum europäischer Soziabilität in epistolarischer Fülle. Sie ist philologisch makellos gearbeitet, mit einem Höchstmass an Sorgfalt und Überlegung konzipiert und mit einem hervorragenden Kommentar ausgestattet, der es auch einem nicht speziell gebildeten Leser ermöglicht, Einblicke zu gewinnen in eine geistig so wichtige und anregende Umbruchperiode europäischen Denkens.» (Christoph Siegrist, Aargauer Zeitung)
«Cette vaste entreprise éditoriale, l'une des plus importantes menées en Suisse actuellement, renoue avec la grande tradition des publications critiques de sources qui ont fait la réputation des cuisines érudites de nos cités savantes.» (François Walter, Journal de Genève)
«Eine Persönlichkeit wird neu entdeckt: Der Berner Schriftsteller und Essayist Karl Viktor von Bonstetten...Sein Rang ist...in intellektueller Beweglichkeit und präziser Auffassungsgabe begründet, wie sie in seinen Reiseschilderungen in der Übereinstimmung von Landschaft, Geschichte und Menschen zum Ausdruck kommen. Einzigartig ist er als Zeuge der alteuropäischen Kultur im Umbruch zu einer neuen Epoche.» (Manfred Gsteiger, Tages-Anzeiger)
«...il s'agit d'un travail critique de très grande qualité, d'une perfection et d'une rigueur admirables, qui semble mériter la plus grande confiance...øcette édition! se distingue non seulement par ses qualités scientifiques, mais aussipar un luxe inattendu, une beauté exceptionnelle des livres, une reliure élégante, une impression impeccable...Cet écrivain trouvera enfin, j'en suis sûr, et grâce à cet énorme effort d'édition, la place qu'il mérite dans l'histoire littéraire de son temps. Rien que sa belle correspondance, ajoutée à son oeuvre littéraire, suffira pour nous rappeler que le cosmopolitisme prometteur des hommes de lettres autour de 1800 est un héritage précieux que nous sommes en train de redécouvrir avec une admiration profonde.» (Kurt Kloocke, Annales Benjamin Constant)
«...mit den 'Bonstettiana' øwird! eine Textsammlung entstehen, die nicht nur Philologen viel Freude bereiten wird, sondern auch den Liebhabern der Literatur des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts.» (Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
«Die Hrsg. haben alles getan, um den Leser an die Hand zu nehmen und ihm ein lebendiges Bild Bonstettens von seinen Kindertagen an zu vermitteln. Die Einteilung der Briefe in chronologisch begründete Kapitel ist überzeugend; jedem Kapitel ist eine ausführliche Vorbemerkung vorangestellt, die auf die wichtigsten Linien der folgenden Korrespondenz hinweist. In Exkursen werden Zusammenhänge hergestellt, die aus den einzelnen Briefen nur unvollständig ersichtlich sind; zahlreiche Anmerkungen helfen, das große Personal des Bonstettenkreises zu überblicken. ø...! Dieses bibliophile und großzügig ausgestattete Quellenwerk wird für personenbezogene Forschungen und viele Themenkreise der Goethezeit seine wissenschaftlichen Dienste leisten.» (Georg Holzer, Johannes Rößler, Zeitschrift für Germanistik)
«øLe! plaisir de la lecture n'est bien sûr pas le seul attrait du premier tome des 'Bonstettiana', loin de là! Son intérêt scientifique est considérable. Par la masse de documents les plus souvent inédits qu'il présente, évidemment - et qui apportent un ensemble de témoignages précieux pour comprendre la Suisse des Lumières des années 1760...il convient maintenant de saluer l'immense travail érudit de Doris et Peter Walser-Wilhelm. Depuis l'établissement scrupuleux des textes jusqu'à l'annotation abondante, en passant par l'effort de datation (près de la moitié des lettres l'exigeaient?) chaque fois justifié de façon très détaillée, l'ampleur et la qualité du travail accompli sur les textes impressionnent...L'abondance des illustrations et la belle qualité matérielle de l'ouvrage sont à la mesure d'une entreprise qui a placé la barre très haut en matière d'édition de correspondance.» (Alain Cernuschi, Pro Saeculo XVIII)
«Ces imposants volumes de correspondance ne concernent que vingt-trois années de la vie de Charles-Victor de Bonstetten (1745-1832). Ils font partie de la première série ('Erste Zeitspanne') conduisant le 'studium honorum' de l'illustre Bernois à l'année 1787. On imagine aisément que rien ne sera dissimulé à qui s'intéresse à B. et à son cercle. Le principe même de cette édition 'historico-critique' à plusieurs voix est de reproduire la constellation des correspondances qui partent de ou arrivent à B., et de les compléter par des journaux intimes ('Histoire de ma vie pensante', 'Souvenirs', des documents et des annexes consacrés à telle relation en particulier (Haller, Saussure, Meister, Lavater, Charles Bonnet, Moultou, etc.)...B. a presque tout vu: ses seuls portraits de Voltaire à Ferney et de Bonnet à Genève (I, p.53) prouvent une rare acuité psychologique, car ce Suisse parfaitement cosmopolite est un excellent conteur.» (François Moureau, Dix-huitième siècle)